Inhaltsverzeichnis
- Ihr Internet ist weg? Das bedeutet die rote Power/DSL LED
- Schritt 1: Überprüfen Sie die grundlegenden Anschlüsse
- Schritt 2: Führen Sie einen Neustart durch (Soft-Reset und Tiefen-Reset)
- Schritt 3: Diagnostizieren Sie die Verbindung in der Benutzeroberfläche
- Schritt 4: Schließen Sie interne Störungen im Heimnetz aus
- Schritt 5: Kontaktieren Sie den Kundensupport Ihres Anbieters
Ihr Internet ist weg? Das bedeutet die rote Power/DSL LED
Wenn die „Power/DSL“-LED Ihrer AVM FritzBox schnell blinkt oder dauerhaft rot leuchtet, meldet das Gerät, dass keine Synchronisation mit der DSL-Vermittlungsstelle Ihres Internetanbieters (ISP) aufgebaut werden kann. Dies ist die häufigste Ursache für einen kompletten Internetausfall. Bevor Sie den Support anrufen, sollten Sie diese professionelle Fehlerbehebung in fünf Schritten durchführen.
Schritt 1: Überprüfen Sie die grundlegenden Anschlüsse
Oftmals ist die Ursache simpler Natur. Gehen Sie sicher, dass alle Kabel korrekt sitzen:
- Das DSL-Kabel: Ist das Y-Kabel oder das graue DSL-Kabel fest in der DSL-Buchse der FritzBox und in der TAE-Dose (meist die F-Buchse) eingesteckt? Ein versehentlich gelockertes Kabel (zum Beispiel durch Staubsaugen) ist eine häufige Fehlerquelle.
- Filter und Splitter: Wenn Sie einen VDSL- oder Glasfaseranschluss haben, benötigen Sie in der Regel keinen DSL-Splitter mehr. Stellen Sie sicher, dass die FritzBox, sofern möglich, direkt an die erste Telefondose (TAE) angeschlossen ist, um zusätzliche Störquellen auszuschließen.
Schritt 2: Führen Sie einen Neustart durch (Soft-Reset und Tiefen-Reset)
Ein Neustart kann temporäre Störungen im Modem-Chip oder in der Leitungsüberprüfung beheben:
- Trennen Sie die FritzBox für etwa 30 Sekunden vom Stromnetz.
- Stecken Sie das Gerät wieder ein und warten Sie 10 bis 15 Minuten, bis die FritzBox versucht, die Synchronisation neu aufzubauen. Beobachten Sie dabei die „Power/DSL“-LED.
Schritt 3: Diagnostizieren Sie die Verbindung in der Benutzeroberfläche
Auch ohne aktive Internetverbindung können Sie die Benutzeroberfläche der FritzBox aufrufen (meist unter http://fritz.box). Hier finden Sie wichtige Informationen zur Leitungsqualität:
- Navigieren Sie zu Internet > DSL-Informationen > Übersicht.
- Prüfen Sie den Status: Steht dort „DSL-Synchronisation nicht vorhanden“, bestätigt dies das Problem.
- Sehen Sie unter Störsicherheit nach. Sollte die FritzBox übermäßig viele Fehler registrieren, liegt ein Problem mit der physischen Leitung vor (z.B. Wackelkontakt, Korrosion oder eine zu hohe Leitungsdämpfung).
- Firmware-Check: Stellen Sie sicher, dass die installierte FritzOS-Version auf dem aktuellen Stand ist (falls Sie die Oberfläche erreichen können). Veraltete Software kann die Synchronisation erschweren.
Schritt 4: Schließen Sie interne Störungen im Heimnetz aus
Manchmal können andere Geräte Störungen auf die DSL-Leitung einkoppeln (z.B. defekte Netzteile, DECT-Basisstationen, oder alte Telefonanlagen). Gehen Sie wie folgt vor:
- Entfernen Sie alle anderen Geräte, die an der TAE-Dose oder in unmittelbarer Nähe angeschlossen sind.
- Testen Sie die Verbindung nur mit der FritzBox, die direkt an die Haupt-TAE-Dose angeschlossen ist. Wird die Synchronisation nun hergestellt, liegt das Problem bei einem der entfernten Geräte oder in der internen Verkabelung.
Schritt 5: Kontaktieren Sie den Kundensupport Ihres Anbieters
Wenn alle vorherigen Schritte fehlschlagen, liegt die Ursache wahrscheinlich außerhalb Ihrer Kontrolle:
- Störungsstelle: Rufen Sie Ihren Internetanbieter (Telekom, Vodafone, 1&1 etc.) an. Melden Sie, dass die „Power/DSL“-LED Ihrer FritzBox rot leuchtet/blinkt und die Synchronisation fehlt.
- Leitungsmessung: Der Support kann eine Ferndiagnose starten und die Leitung bis zu Ihrer TAE-Dose durchmessen. Häufig identifizieren sie so eine Störung in der Vermittlungsstelle, am Kabelverzweiger oder einen physischen Defekt an der Kupferleitung.